Was kostet Büroreinigung? Preise pro m² und Stundensätze (2026)

Hauptinhalt

„Was kostet das ungefähr?“ – mit dieser Frage beginnt fast jedes Gespräch über Büroreinigung. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Das ist keine Ausflucht, sondern Kalkulation. Ein Büro mit 150 Quadratmetern, acht Arbeitsplätzen und Teppichboden wird anders gerechnet als eine Verwaltungsetage mit 400 Quadratmetern, Empfang und Kundenverkehr. Wer die Preisfaktoren kennt, kann Angebote einordnen – und merkt auch, wann ein Preis zu schön ist, um seriös zu sein.

Wir sind ein Familienbetrieb aus Gladbeck und reinigen seit 1983 Büros, Praxen und Verwaltungen im Ruhrgebiet. In diesem Ratgeber legen wir offen, wie sich der Preis einer Büroreinigung zusammensetzt, welche Richtwerte 2026 in Deutschland üblich sind – und wir rechnen zwei typische Szenarien durch. Mit Rechenweg, nicht mit Pauschalversprechen.

Die vier Preisfaktoren: Fläche, Frequenz, Leistungstiefe, Zugänglichkeit

Jedes seriöse Angebot beruht auf vier Größen. Erstens die Fläche: Sie bestimmt den Zeitbedarf, aber nicht linear. Auf großen zusammenhängenden Flächen verteilen sich Anfahrt und Rüstzeit besser, deshalb sinkt der Quadratmeterpreis mit wachsender Fläche. Kleine Objekte tragen die Anfahrt fast allein – darum sind 80 Quadratmeter pro Quadratmeter teurer als 800.

Zweitens die Frequenz: Sie ist der größte Kostenhebel. Zwischen einmal wöchentlich und täglicher Reinigung liegt bei den Monatskosten schnell der Faktor drei bis vier. Welche Frequenz zu welcher Bürosituation passt, haben wir in einem eigenen Ratgeber zur Frage „Wie oft sollte man ein Büro reinigen?“ aufgeschrieben.

Drittens die Leistungstiefe: „Büroreinigung“ ist kein geschützter Umfang. Gehören Papierkörbe, Teeküche und Sanitärräume dazu? Werden Schreibtische freigewischt oder nur freie Flächen? Ist die Glasreinigung der Trennwände und Fenster enthalten oder ein eigener Posten? Zwei Angebote mit gleichem Preis können völlig verschiedene Leistungen beschreiben.

Viertens die Zugänglichkeit: Reinigung vor 6 Uhr oder nach 20 Uhr, Schließanlagen und Alarmsysteme, Etagen ohne Aufzug, stark möblierte Räume mit vielen Kabeln und verstellten Flächen – all das kostet Zeit und damit Geld. Ein frei geräumtes Großraumbüro ist schneller gereinigt als verwinkelte Einzelbüros mit gleicher Quadratmeterzahl.

Marktübliche Richtwerte 2026: Stundensätze und Quadratmeterpreise

Der Stundenverrechnungssatz in der Gebäudereinigung liegt 2026 marktüblich bei etwa 33 bis 54 Euro (netto 28 bis 45 Euro) pro Stunde (brutto, inklusive 19 % Umsatzsteuer) – abhängig von Region, Objektart und Leistungsumfang. Das ist nicht der Lohn der Reinigungskraft, sondern der Satz, aus dem der Betrieb alles bestreiten muss: den tariflichen Mindestlohn des Gebäudereiniger-Handwerks als Untergrenze, dazu Sozialabgaben, bezahlten Urlaub und Krankheitstage, Vertretungen, Reinigungsmittel und Maschinen, Anfahrt, Betriebshaftpflicht, Verwaltung und eine Marge, von der der Betrieb lebt.

Auf die Fläche gerechnet bedeutet das für Büros: bei wöchentlicher bis zweimal wöchentlicher Unterhaltsreinigung etwa 1,79 bis 4,17 Euro (netto 1,50 bis 3,50 Euro) pro Quadratmeter und Monat, abhängig von Ausstattung, Leistungstiefe und Zugänglichkeit. Tägliche Reinigung liegt entsprechend darüber, meist zwischen 3,57 und 5,95 Euro (netto 3,00 und 5,00 Euro) pro Quadratmeter und Monat. Diese Spannen sind Richtwerte für Deutschland, keine Preisliste – einen Überblick über alle Gewerke gibt unser Ratgeber „Was kostet Gebäudereinigung?“.

Beispielrechnung 1: Kleines Büro, 150 m², zweimal pro Woche

Ein typisches Szenario: eine Kanzlei oder ein Planungsbüro mit rund 150 Quadratmetern, acht Arbeitsplätzen, Teeküche und zwei Sanitärräumen. Gereinigt wird dienstags und freitags nach Büroschluss. So rechnet man:

  • Zeitbedarf pro Einsatz: Bei üblichen Leistungswerten von 150 bis 250 Quadratmetern pro Stunde in der Unterhaltsreinigung – Sanitär und Küche brauchen mehr Zeit als Verkehrsflächen – sind hier etwa 1 bis 1,5 Stunden pro Einsatz realistisch.
  • Einsätze pro Monat: 2 pro Woche × 4,33 Wochen = rund 8,7 Einsätze.
  • Stunden pro Monat: rund 9 bis 13 Stunden.
  • Kosten: bei 33 bis 54 Euro (netto 28 bis 45 Euro) pro Stunde ergeben sich etwa 298 bis 690 Euro (netto 250 bis 580 Euro); in der Praxis landen solche Objekte meist bei 357 bis 536 Euro (netto 300 bis 450 Euro) im Monat.

Die Gegenprobe über den Quadratmeterpreis bestätigt das: 150 m² × 2,38 bis 3,57 Euro (netto 2,00 bis 3,00 Euro) ergeben ebenfalls 357 bis 536 Euro. Wichtig: Das ist ein Richtwert für ein durchschnittliches Objekt, kein Angebot. Teppichböden statt Hartboden, ein stark genutzter Besprechungsraum oder eine erschwerte Anfahrt verschieben das Ergebnis.

Beispielrechnung 2: Mittleres Büro, 400 m², tägliche Reinigung

Zweites Szenario: eine Verwaltungsetage mit rund 400 Quadratmetern, 25 Arbeitsplätzen, Empfangsbereich, zwei Besprechungsräumen, Teeküchen und Sanitärtrakt. Wegen des Publikumsverkehrs wird an allen Werktagen gereinigt.

  • Zeitbedarf pro Einsatz: bei einem Leistungswert um 200 Quadratmeter pro Stunde etwa 2 Stunden pro Abend.
  • Einsätze pro Monat: 5 pro Woche × 4,33 Wochen = rund 21,7 Einsätze.
  • Stunden pro Monat: rund 43 Stunden.
  • Kosten: bei 33 bis 54 Euro (netto 28 bis 45 Euro) pro Stunde ergibt das etwa 1.428 bis 2.321 Euro (netto 1.200 bis 1.950 Euro) im Monat – umgerechnet 3,57 bis 5,83 Euro (netto 3,00 bis 4,90 Euro) pro Quadratmeter.

Auch hier gilt: Richtwert, kein Festpreis. In der Praxis senkt ein durchdachtes Konzept die Kosten, ohne dass das Ergebnis leidet, denn nicht jede Fläche braucht täglich die volle Behandlung. Sichtreinigung an vier Tagen, gründliche Unterhaltsreinigung an einem – so steuern erfahrene Betriebe Aufwand und Preis. Eine turnusmäßige Grundreinigung der Bodenbeläge kommt gesondert dazu, meist ein- bis zweimal im Jahr.

Eigenreinigung oder Dienstleister – was rechnet sich?

Viele kleine Unternehmen beschäftigen eine eigene Reinigungskraft auf Minijob-Basis. Das kann funktionieren – gerechnet werden muss es trotzdem ehrlich. Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde; mit den pauschalen Abgaben von rund 30 Prozent kostet die Minijob-Stunde real etwa 18 Euro. Dazu kommen Reinigungsmittel und Geräte, die Einweisung, die Qualitätskontrolle – und die Frage, die in der Praxis am meisten Ärger macht: Wer reinigt bei Urlaub und Krankheit?

Ein Dienstleister ist pro Stunde teurer, bringt aber drei Dinge mit, die in der Minijob-Rechnung fehlen: eingeübte Leistungswerte (eine geschulte Kraft mit richtiger Ausstattung schafft deutlich mehr Fläche pro Stunde), eine geregelte Vertretung ohne Zutun des Kunden und die Absicherung über eine Betriebshaftpflicht. Unsere ehrliche Einschätzung: Bei sehr kleinen Flächen mit einem Reinigungstag pro Woche kann die eigene Kraft wirtschaftlich sein. Ab zwei Einsätzen pro Woche und ernsthaften Qualitätsansprüchen dreht sich das Bild meist zugunsten des Fachbetriebs.

Angebote vergleichen: So erkennen Sie Dumping

Der niedrigste Preis ist in der Gebäudereinigung selten der günstigste. Wer deutlich unter den marktüblichen Sätzen anbietet, spart an einer von drei Stellen: am Lohn, an der Zeit pro Fläche oder an der Absicherung. Alle drei bezahlen Sie später – mit schlechten Ergebnissen, ständigen Reklamationen oder im schlimmsten Fall mit Haftungsfragen. So prüfen Sie ein Angebot:

  • Stundensatz zurückrechnen: Monatspreis durch die kalkulierten Stunden teilen. Liegt das Ergebnis unter etwa 30 Euro (netto 25 Euro), geht die Rechnung für den Anbieter nur auf, wenn irgendwo gekürzt wird.
  • Leistungsverzeichnis verlangen: Welche Räume, welche Tätigkeiten, in welchem Turnus? Ohne dieses Dokument sind Angebote nicht vergleichbar.
  • Besichtigung: Ein Preis ohne vorherige Objektbesichtigung ist geraten – nach oben wie nach unten.
  • Vertretungsregelung und Ansprechpartner: Wer kommt bei Ausfall, wen erreichen Sie bei Reklamationen?
  • Versicherungsnachweis: Eine Betriebshaftpflicht sollte auf Nachfrage belegt werden können.
  • Subunternehmer: Lange Ketten drücken den Lohn und verwässern die Verantwortung. Fragen Sie, wer tatsächlich im Objekt arbeitet.

Unser Ansatz: Festpreis nach kostenloser Besichtigung

Wir nennen keine Büropreise am Telefon, und das hat einen einfachen Grund: Wir müssten raten. Stattdessen sehen wir uns das Objekt an, besprechen die gewünschte Leistungstiefe und Frequenz und erstellen daraus ein Leistungsverzeichnis mit einem festen Monatspreis – ohne versteckte Posten, mit klarer Vertretungsregelung. Die Besichtigung kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

Von unserem Sitz in der Hegestraße in Gladbeck fahren wir Objekte im nördlichen Ruhrgebiet in festen Touren an – von Bottrop und Gelsenkirchen bis Essen. Das hält die Anfahrt in der Kalkulation klein, solange das Objekt in unserem Tourengebiet liegt. Ein typischer Ablauf sieht so aus: Anfrage, Besichtigung innerhalb weniger Tage, Angebot mit Leistungsverzeichnis, Start der Reinigung in der Folgewoche – und danach ein fester Ansprechpartner statt einer Hotline. So arbeiten wir seit 1983, und so kalkulieren wir auch: auskömmlich für unsere Mitarbeiter, nachvollziehbar für unsere Kunden.

Häufige Fragen

Was kostet Büroreinigung pro Quadratmeter?

Bei wöchentlicher bis zweimal wöchentlicher Reinigung sind 2026 etwa 1,79 bis 4,17 Euro (netto 1,50 bis 3,50 Euro) pro Quadratmeter und Monat marktüblich, bei täglicher Reinigung meist 3,57 bis 5,95 Euro (netto 3,00 bis 5,00 Euro). Der genaue Wert hängt von Fläche, Leistungstiefe und Zugänglichkeit ab – kleine Objekte liegen pro Quadratmeter höher als große, weil sich Anfahrt und Rüstzeit auf weniger Fläche verteilen.

Wie hoch ist der Stundensatz für Büroreinigung 2026?

Marktüblich sind etwa 33 bis 54 Euro (netto 28 bis 45 Euro) pro Stunde, abhängig von Region und Objekt. Darin stecken neben dem tariflichen Lohn auch Sozialabgaben, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Reinigungsmittel, Anfahrt, Versicherung und Verwaltung. Deutlich niedrigere Sätze funktionieren betriebswirtschaftlich nur, wenn an Lohn, Zeit oder Absicherung gespart wird – das geht fast immer zulasten des Ergebnisses.

Ist eine eigene Reinigungskraft günstiger als ein Dienstleister?

Auf den ersten Blick ja: Eine Minijob-Stunde kostet 2026 mit Abgaben real etwa 18 Euro. Dazu kommen aber Material, Einweisung, Kontrolle und vor allem die Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Bei sehr kleinen Büros mit einem Reinigungstag pro Woche kann sich die eigene Kraft rechnen; ab zwei Einsätzen pro Woche ist der Fachbetrieb durch höhere Flächenleistung meist wirtschaftlicher.

Woran erkenne ich ein unseriös billiges Angebot?

Rechnen Sie den Stundensatz zurück: Monatspreis geteilt durch die kalkulierten Stunden. Liegt er deutlich unter 30 Euro (netto 25 Euro), wird an Lohn, Zeit oder Versicherung gespart. Weitere Warnsignale: ein Preis ohne Besichtigung, kein Leistungsverzeichnis, keine geregelte Vertretung und lange Subunternehmerketten. Seriöse Angebote beschreiben genau, welche Räume in welchem Turnus wie gereinigt werden.

Wie komme ich zu einem verbindlichen Preis für mein Büro?

Über eine Besichtigung. Erst am Objekt lassen sich Fläche, Bodenbeläge, Sanitärbereiche und Zugänglichkeit realistisch einschätzen. Wir erstellen danach ein Leistungsverzeichnis und nennen einen festen Monatspreis – die Besichtigung ist kostenlos und unverbindlich. Sie erreichen uns in Gladbeck unter Tel. 02043 41100.

Fragen oder Angebot?

Sie möchten die Reinigung in professionelle Hände geben? Wir kommen zu einem kostenlosen Ortstermin und erstellen eine transparente Kalkulation — mit klarer Leistungsbeschreibung und festen Preisen.

02043 41100 anrufen Angebot anfordern

Ähnliche Beiträge